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 | Buckelwale durch Baulärm bedroht? Eingestellt von Redaktion(hg) am 19.08.2008 |
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Ostsee: Auch Buckelwal durch Seismik - Lärm bedroht?
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Buckelwal (© Reiner J.Wagner)
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Der seit Wochen in der Ostsee umherirrende Buckelwal wurde am letzten Freitag
auch in der Lübecker Bucht gesehen. Möglicherweise will der Wal
die Ostsee wieder verlassen. Nach Ansicht der Naturschutzverbände
NABU,
GSM und
GRD gefährden
aber die weiter andauernden, lärmintensiven seismischen Erkundungen
des Meeresgrundes für die geplante feste Fehmarnbeltquerung das Schicksal
des Buckelwals an einem wichtigen Durchlass der Ostsee. Die Arbeiten beeinträchtigen
das FFH-Meeresschutzgebiet "Fehmarnbelt“, eingerichtet zum Schutz von Schweinswalen.
GRD, GSM und NABU fordern das Bundesumweltministerium auf, unverzüglich
geeignete Richtlinien zum Lärmschutz im Meer zu erlassen.
Buckelwale finden sich auch im flachen Wasser der Ostsee zurecht. Sie orientieren
sich hier mit Hilfe ihres empfindlichen Gehörs. Eine Gefahr des Verhungerns
sehen die Naturschutzverbände nicht. Der Buckelwal habe gezeigt, dass
er in der Ostsee Nahrung findet. Die beobachteten Wanderbewegungen des Buckelwals
zwischen Öresund, Polen, Bornholm, Rügen und zuletzt der Lübecker
Bucht deuten nunmehr aber darauf hin, dass der Wal die Ostsee verlassen will
und auf der Suche nach dem richtigen „Ausgang“ aus der Ostsee ist. Für
das weitere Überleben ist es dabei wichtig, dass der Wal in seiner Orientierung
nicht gestört wird.
Gefahr droht aber durch Baugrunduntersuchungen im Fehmarnbelt: Nicht nur
die hier heimischen Schweinswale, sondern nunmehr auch der seit dem 23. Juli
2008 in der Ostsee beobachtete Buckelwal können durch laute Schallimpulse
der eingesetzten seismischen Sparker und Sonare massiv gestört und vertrieben
werden.
NABU, GRD und GSM fordern aus diesem Grund ein generelles Verbot lärmintensiver
Eingriffe in Meeresschutzgebiete. NABU, GSM und GRD richten zudem den dringenden
Appell an das Bundesumweltministerium, unverzüglich geeignete
Richtlinien zu erarbeiten, um im Meer die Umwelt vor schädlichen Schallauswirkungen
zu schützen.
Ein erster Schritt wäre es, auf den Bau der festen Beltquerung zu verzichten.
Nach Auffassung der drei Verbände behindert die nach neuen Berechnungen
mindestens 8 Milliarden Euro teure Brücke den für Schweinswale
und andere Meereslebewesen wichtigen Wasseraustausch zwischen Nord und Ostsee,
stellt ein enormes Risiko für die Schiffssicherheit in einem der sensibelsten
Meeresgebiete der Erde dar und gefährdet zudem den Hotspot des Vogelzugs
in Nordeuropa.
Weitere Informationen:
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04.12.2008 00:06 Taucher Online : 64 Heute 47, ges. 30327163 Besucher
 
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